Der Hintergrund des Beispiels Notenblatt.xls enthält einfache Formeln, die alle die Funktion MITTELWERT(<Zellbereich>) enthalten:
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A |
B |
C |
D |
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1 |
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2 |
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=MITTELWERT(B2:C2) |
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3 |
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=MITTELWERT(B3:C3) |
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.. |
... |
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30 |
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=MITTELWERT(B2:B29) |
=MITTELWERT(C2:C29) |
=MITTELWERT(D2:D29) |
Wenn Sie den Menüpunkt »Einfügen/Funktion wählen (oder »fx der Excel-Symbolleiste), dann fügt der Funktionsassistent eine vordefinierte Funktion Ihrer Wahl in die laufende Formel ein.
Mathematiker verstehen unter einer Funktion eine Vorschrift, die jedem Wert x aus einem Definitionsbereich einen Funktionswert aus dem Wertebereich f(x) zuordnet. Wegen der beschränkten Genauigkeit der Hardware und Software lässt sich eine mathematische Funktion auf einem Rechner nicht perfekt abbilden. Die Genauigkeit des Ergebnisses einer Tabellenfunktion hängt zum Beispiel von den Einschränkungen des verwendeten Tabellenkalkulationspakets ab.
SUMME(3;2) = 3+2 = 5
... ist eine nummerische Tabellenfunktion von Excel. Eine symbolische Funktion kommt im folgenden Ausdruck vor:
TEIL(Apfelsaftflasche;6;4) & ig
Die Funktion TEIL(Apfelsaft;6;4) & ig ergibt “saft”, weil sie von "Apfelsaftflasche" 4 Zeichen ab Position 6 kopiert. Der Operator & setzt schliesslich das Ergebnis saft mit der Textkonstanten ig zusammen. Ein Funktionsergebnis wie 5 oder "saftig" heisst auch Funktionswert oder Rückgabewert.
Die folgende Übersicht fasst wichtige Funktionsarten zusammen:
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Funktionsklasse |
Bedeutung / Unterklassen |
Beispiel |
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Datentypkonversion |
Einen Datentyp in einen anderen konvertieren |
TEXT formatiert eine Zahl
als Text |
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Mathematik und |
Investitionsrechnung, |
SUMME addiert die Argumente bzw. die Zellinhalte eines Bereichs |
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Tabellenmanipulation |
Suche und Manipulation in einer Matrix (Tabelle) etc. |
SVERWEIS sucht in einem Zellbereich |
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Datenverwaltung |
Verwaltung grosser Mengen von Datensätzen (Zeilen) |
DBAUSZUG ergibt den Datensatz, der die Suchkriterien befriedigt |
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Logik |
Verknüpfung von Aussagen, die WAHR oder FALSCH sind |
WENN ergibt einen Wert in Abhängigkeit von einer Bedingung |
Wer statt SUMME(3;2) den Ausdruck SUMME(3,2) in eine Zelle einträgt, erhält eine Fehlermeldung. Jede Funktion muss nämlich strengen Syntaxvorschriften genügen. Insbesondere dürfen die Argumente nur durch Strichpunke und nicht durch Kommata getrennt werden. Alle Formel- und Programmiersprachen verlangen die Einhaltung von Syntaxvorschriften (Grammatikvorschriften). Tabellenkalkulationspakete prüfen automatisch, ob eine Formel die vorgeschriebene Syntax einhält.
Eine einfache Excel-Formel ist ...
= 10 + MITTELWERT( SUMME(A1:B3); SUMME(1; 2; 3) )
Sie besteht aus ...
Eine Excel-Formel wird in die Formelleiste am oberen linken Ende des Bildschirms eingetragen. Die Definition einer Formel beginnt immer mit einem Gleichheitszeichen (=). Das Ergebnis (Rückgabewert) erscheint nicht mehr in der Formelleiste, sondern in der vom Benutzer zugewiesenen Zelle des Tabellenblatts (Wertanzeige).
Die Entwicklung eines komplexen Tabellenblatts verläuft selten fehlerlos. Fehler sind entweder Syntax- oder Semantikfehler:
Syntaxfehler sind Fehler, Excel bereits zur Entwicklungszeit entdeckt. Wer zum Beispiel eine Formel mit dem Trennzeichen , statt ; eingibt, erhält sofort eine Fehlermeldung.
Laufzeitfehler werden zwar auch durch Excel entdeckt, aber erst dann, wenn der Anwender eines Tabellenblatts Daten eingibt und die Formel berechnet wird. Eine typische Laufzeitmeldung ist #DIV/0 ("Division durch 0"). Eine andere Meldung ist #WERT! ("Argument mit einem unverträglichen Datentyp"). Sie erscheint dann, wenn der Wert eines Arguments ein Buchstabe statt der von der Funktion erwarteten Ziffer ist.
Die wichtigste Kategorie von Laufzeitfehlern sind Semantikfehler. Während die Syntax die Form einer Sprache regelt, beschreibt die Semantik die Bedeutung (den Sinn) der Ausdrücke einer Sprache. Sie spezifiziert, wie ein Verarbeitungsergebnis zustande kommen soll. Die Semantik wird vom Auftraggeber eines Tabellenblatts spezifiziert und wird nicht vom Computer, sondern von der Entwicklerin geprüft. Sie muss mit aufwändigen Tests prüfen, ob das Tabellenblatt das tut, was der Auftraggeber erwartet. Ein Semantikfehler (auch Logikfehler genannt) führt nur selten zu einem offensichtlichen Laufzeitfehler. Meist wird ihn die Entwicklerin erst durch aufwändiges systematisches Testen finden.